• Sildalis wird im Internet als hochwirksames kombiniertes Potenzmittel rezeptfrei angepriesen.
  • Sildalis soll pro Tablette 100 mg Sildenafil und 20 mg Tadalafil enthalten und es wird vom Hersteller Delta Enterprises produziert.
  • Sildalis ist in Deutschland weder zum Verkauf, noch als Arzneimittel zugelassen. Die Einfuhr ist verboten und die Einnahme birgt große gesundheitliche Gefahren.

Welche Wirkstoffe soll Sildalis enthalten?

Sildalis wird in Tablettenform verkauft. Jede Tablette soll die Kombination aus 100 mg Sildenafil, dem Wirkstoff aus dem bekannten Präparat Viagra, und 20 mg Tadalafil enthalten. Tadalafil ist der Wirkstoff des Medikaments Cialis, das ebenfalls gegen Erektionsstörungen eingesetzt wird. Beide Medikamente, Viagra und Cialis, sind in Deutschland geprüfte und zugelassene Arzneimittel, die zur Gruppe der sogenannten Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer), gehören. Durch den Einsatz von PDE-5-Hemmern kann bei sexueller Erregung mehr Blut in den Penis fließen, wodurch die Erektion härter und ausdauernder wird.

Warum ist Sildalis gefährlich?

Da Sildalis nicht nach deutschen Arzneimittelstandards geprüft und anerkannt wird, besteht letztlich keine Gewissheit, was die einzelnen Tabletten an Wirkstoffen enthalten. Möglicherweise sind völlig andere Wirkstoffe enthalten oder eine andere Dosierung der Wirkstoffe. Dies kann schlimmstenfalls zu Atemnot, Schockzuständen, Koma und dem Tod führen. Sildalis kann rezeptfrei im Internet bezogen werden – obwohl beide Wirkstoffe in Deutschland der Rezeptpflicht unterliegen. Somit ist keine ausreichende Aufklärung des Patienten über Wirkungen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen zur Einnahme des Präparats sichergestellt.

Welche Alternativen zu Sildalis gibt es, die legal erworben werden können?

Weltweit gibt es keine kontrolliert durchgeführten und veröffentlichten Studien, die die Kombination der Wirkstoffe Sildenafil und Tadalafil in der Dosierung 100 mg/ 20 mg untersucht. Die Annahme, dass die kombinierten Wirkstoffe in der genannten Dosierung wirksamer sind als eine Monotherapie mit einem Wirkstoff, kann somit bisher nicht bewiesen werden. Die Einzelpräparate Viagra und Cialis, sowie deren Generika, zeigen richtig angewandt eine sehr hohe Wirksamkeit bei Erektionsstörungen. Die genannten Mittel können durch einen Arzt vor Ort oder durch die Ärzte von DrEd verschrieben werden.

Wann ist bei Erektionsstörungen ein Besuch beim Arzt nötig?

Kurzzeitige Erektionsstörungen, die nur gelegentlich auftreten und weniger als ein halbes Jahr andauern, sind zunächst für den Mann nicht Besorgnis erregend. Auslöser können z.B. Stress oder neue Lebensumstände sein. Auch ist es normal, dass „Mann“ nicht immer sofort wieder kann nach dem Sex, sondern er eine kleine Erholungspause braucht. Ein Besuch beim Arzt ist erst dann erforderlich, wenn die Erektionsstörungen länger andauern, weitere Beschwerden hinzukommen oder der Betroffene stark unter der Potenzschwäche leidet. In allen anderen Fällen kann auch zunächst abgewartet werden.

Wirksamkeit
4
Verträglichkeit3
Anwendung4
Preis/Leistungs-Verhältnis5
Empfehlung4
Durchschnitt5